Die Arbeit hinter der Kamera ist etwas ganz Besonderes für mich.

Ein Fotograf hat mal gemeint: "Am Ende bin ich doch wie alle anderen: " Ein Knöpfchendrücker ”. Und ich gebe ihm recht. Klar, wenn dir die Fotografie nichts bedeutet und du eigentlich nur des Geldes wegen fotografierst und auch fotografieren musst, ist das kein Wunder. Doch wenn du das fotografierst, was dir gefällt – dann ist es einiges mehr. Das Komponieren, überlegen, neu versuchen, Fehler machen, besser werden, betrachten, Enttäuschung, staunen und die Leidenschaft dahinter – all das macht das Fotografieren doch so wertvoll.


Ein Foto ist für mich ein Wunder. Ein Foto hält einen ganz kurzen Moment fest, interpretiert diesen Moment und bannt ihn in 4 Ecken. Dieser Moment wird niemals mehr so sein, wie er in diesem einen Bild war. Es ist, wie wenn man aus der ewig großen Bibliothek der Menschheitsgeschichte ein Buch ziehen würde, das dann seine eigene kurze Story erzählt. Das Bild ist für mich von hohem Wert. Auch, wenn es täglich Millionen neuer Fotos im Netz zu sehen gibt, hat doch jedes Einzelne etwas eigenes, bewundernswertes. Deshalb liebe ich Fotografie.

 

 

Schon als kleines Kind habe ich sehr gern Menschen in ihrem Umfeld in Interaktion mit Anderen und  sich selbst beobachtet. Das konnte ich stundenlang. Es hat mich fasziniert. Ich bin mit Leidenschaft

Porträt- und Sportfotografin. Menschen faszinieren mich. Einerseits die Schwachen, denen ich versuche mit meinen Bildern eine Stimme zu geben und andererseits die stark wahrgenommenen Menschen. Hier gelingt es mir, die äußere Fassade zu durchdringen und damit einen sehr

facettenreichen Menschen darzustellen.

 

Die Schattenseiten dieses Berufs sind mittlerweile teils größer als die Vorteile, weil es eben so viel Konkurrenz gibt. Wer es machen will, muss die Leidenschaft dazu mitbringen.

 

Bewegende Zitate von großen Fotografen, die selber sehr schätze:

 

"Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut." -Henri Cartier-Bresson

 

"Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen." -Friedrich Dürrenmatt

 

Der Koch: "Ihre Fotos gefallen mir, Sie haben bestimmt eine gute Kamera!"
Helmut Newton (nach dem Essen): "Das Essen war vorzüglich – sie haben bestimmt gute Töpfe!"
Helmut Newton (1908 – 2004)

 

"There is only you and youre camera. The limitations in your photography are in yourself, for what we see is what we are." Source: Ernst Haas