Die schwarz-weiß Fotografie hat sich über viele Jahre als eigenständige Form der Fotografie etabliert. Das hat sicher damit zu tun, dass es in den Anfängen der Fotografie keine anderen Optionen gab. Unser Sehverhalten hat sich dadurch so weit angepasst, dass wir schwarz-weiß lange Zeit als „normal“ betrachteten.Viele Reportagen und auch Fotos in Zeitungen und Zeitschriften sind auch heute noch häufig schwarz-weiß .

Die schwarz-weiß Fotografie hat sich auch zu einer eigenen Kunstform entwickelt. Viele hoch geschätzte Fotografen nutzen schwarz-weiß und sind damit sehr erfolgreich. Gerade für den künstlerischen Ansatz bietet schwarz-weiß den großen Vorteil, dass man hier nicht die Realität abbildet. Es fehlen ja die Farben. Damit hat der Fotograf mehr Möglichkeiten, mit dem eigentlichen Motiv zu arbeiten. Mit Formen und Strukturen, mit Licht und Schatten. Der Blick, auf das für den Fotografen Wesentliche, wird dadurch fokussiert.

In Zeiten von Digitalbildern hebt es sich das schwarz-weiß Bilder von der Masse ab. Natürlich kann ich auch mit meinem Smartphone schwarz-weiß Bilder machen. Und mit der entsprechenden App gibt es dann auch Vorlagen, die durchaus gute schwarz-weiß Bilder erstellen. Aber meistens benötigt es doch der Bearbeitung in der digitalen Dunkelkammer, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen. Wie in den analogen Zeit kommt es nicht nur auf die Aufnahme an (die einen wesentlichen Teil ausmacht), sondern auch auf die Fertigkeiten des Fotografen in der Dunkelkammer.